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Fulminanter Saisonstart mit Blues alter Schule

01.02.2019 Zum Event

Einen fulminanten Saisonstart legten am letzten Freitag The Second Cousins im vollen Bogenkeller hin und sie sorgten für eine stimmungsvolle und groovige Bluesnight. Auf eindrückliche Art bewiesen die vier Musiker, warum sie zurzeit zu den gefragtesten Live-Acts in der Schweiz zählen.

Der Buchser Kurt Bislin und der in Basel lebende Bündner Cla Nett sind zwei Urgesteine der Schweizer Blues-Szene. Sie lieben und leben Blues, sie sehen aus wie Blues und sie sind dort, wo Blues ist. Sie sind sich nicht zu schade, sich die Aufmerksamkeit auf kleinen Bühnen zu holen, und sind so gut, dass sie auch an grossen Festivals wie dem Montreux Jazz Festival oder dem Lucerne Blues Festival auftreten können.
Wer den Blues wie sie spielt, geht gefühlsmässig raus aus der Komfortzone, kehrt sein Seelenleben nach aussen, erzählt mit Musik Geschichten, die das Leben schrieb. «Deep Blues» nennt sich das dann, die traditionelle Musik aus Chicago, Louisiana und Mississippi. «Bloody Tears» heisst das jüngste Album der Formation Second Cousins, zu der auch noch die Rhythmussektion mit dem stilsicheren Bassisten Markus Halmer aus dem Zürcher Weinland und Bernie Ruch aus Schaffhausen, dem Vulkan hinter dem Schlagzeug, gehören. Am Freitag spielten sie ein abwechslungsreiches Programm mit eigenen Songs aus ihrer CD und Covers von Blues-Klassikern. Jeder der Musiker durfte bei Solis sein Können beweisen, wobei das minutenlange Solo des Drummers mit verschiedenen Schlagstöcken beim Publikum viel Begeistung auslöste.
Die Second Cousins spielen den Blues authentisch und im besten Sinne traditionell, er klingt so, wie er klingen muss, wenn zwei die Instrumente bedienen, die ihr Handwerk mehr als ein halbes Leben lang perfektioniert haben. Cla Nett, 2004 mit dem Swiss Blues Award ausgezeichnet, ist als Gründer der Lazy Poker Blues Band eine der bekanntesten Figuren in der Schweizer Blues-Szene und Kurt Bislin sammelte seine Erfahrungen in verschiedenen Formationen. Mehrere Jahre tourte der Werdenberger mit dem Harmonikaspieler Mojo Buford, der über 20 Jahre beim legendären Muddy Waters spielte. Unter anderem  begleitete er viele US-Bluesmusiker auf ihren Europa-Tourneen.