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Den Spirit des Blues nach Bühler gebracht

07.09.2018 Zum Event

Warum Pascal Geiser als Aufsteiger in der Schweizer Bluesszene bezeichnet wird, bewies er am letzten Freitag im Bogenkeller. Er brachte mit seinen Mitmusikern – Simon Moll (Drums), Luca Leombruni (Bass), Christian Rösli (Keyboard), Rolf Mosele (Leadgitarre) – den Spirit des Blues nach Bühler und bot abwechslungsreichen Sound für jeden Geschmack. 

Geiser schreibt seine Songs hauptsächlich selber, doch dann und wann finden auch Werke seiner grossen Vorbilder (B.B. King, Buddy Guy usw.) Einzug ins Repertoire. Wunderbare Geschichten,  verpackt in Songs, die mal sanft und dann aber auch wieder sehr temporeich waren. Er versteht es, das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Er verzaubert auf der Bühne mit dem Talent eines selbstbewussten und charmanten Entertainers mit viel Witz und Ausstrahlung, unterstützt von seiner spielfreudigen vierköpfigen Band. Es war ein gelungener Start in die Herbst-/Winter-Saison.
Im Gepäck hatte er seine neue CD „Lucky Man“. Damit ist Geiser auf Platz 2 der Schweizer Album-Hitparade eingestiegen. Eine Chart-Sensation! Denn Blues aus der Schweiz ist in den Top 10 nach wie vor eine Seltenheit. In der Geschichte der Schweizer Hitparade hat noch kein Schweizer Bluesmusiker Platz 1 erreicht – nicht einmal Philipp Fankhauser. Die Platzierung von Pascal Geiser ist umso erstaunlicher, als es sich bei „Lucky Man“ um sein Debütalbum handelt.
2015 gewann der 38-jährige Bluesmusiker die Promo Blues Night in Basel, ein Jahr später auch die Swiss Blues Challenge. Das hatte Folgen: Geiser durfte 2017 sein Land mit seiner exzellenten Schweizer Band an der «European Blues Challenge» (einer Art EM des Blues) in Dänemark vertreten und holte den dritten Platz, was noch kein anderer Schweizer Bluesmusiker schaffte. An der «International Blues Challenge» in Memphis erreichte er das Viertelfinal. Ein kometenhafter Aufstieg des sympathischen Solothurners.
In Memphis, in der Stadt des Blues, kreuzte sich Geisers Weg mit jenem von Eric Corne, einem der bekanntesten Produzenten dieser Musikstilrichtung. Beim Anhören des Tonträgers merkt man,  dass hier ausgefuchste Profis am Werk waren; die Platte tönt, wie in legendären amerikanischen Studios produzierte Bluesplatten tönen: authentisch, kraftvoll, edel. Corne weiss, wie man Blues arrangiert, er hat schon für Cracks wie John Mayall oder Walter Trout gearbeitet – und für den «lucky man from Switzerland» eine hochkarätige Band ins Studio geholt, die «Mojo Monkeys», gefragte Session-Musiker aus der Szene von Los Angeles, die seit 30 Jahren gemeinsam unterwegs sind und auch schon an einem Openair in Bühler spielten.