14. Blues/Rock-Openair bei der „Fabrik am Rotbach“ in Bühler

14.07.2018 Zum Open Air

Petrus war dem Bluesclub Bühler einmal mehr wohlgesinnt und verschonte den traditionellen  familiären Anlass sogar vor den angekündigten Gewittern am Abend. Fünf spielfreudige Bands, viele fleissige Helfer und ein zufriedenes Publikum sorgten für eine tolle Stimmung auf dem Areal der „Fabrik am Rotbach“.  Den 650 aufmarschierten Besuchern wurde Blues und Rock in all seinen Facetten angeboten und bis zu den letzten Tönen des abwechslungsreichen Events herrschte eine friedliche und ausgelassene Party, die nach 10 Stunden Musikgenuss um 02.15 Uhr am Sonntagmorgen ein Ende fand.

„Walt’s Blues Box & The Upperclass Windmachine“ eröffneten um 16 Uhr das 14. Blues/Rock-Openair. Walter Baumgartner – 2016 Gewinner des Swiss Blues Award – präsentierte mit seinen Mitmusikern ein Bluespanaroma vom traditionellen über den swingenden, jazzigen bis zum funkigen Blues. Sehr gut kam die Verstärkung durch die drei Bläser Roman «Romansky» Weissert (Querflöte, Saxophon), Phil Powell (Posaune) und Raffi Lunardi (Saxophon) an. Für Walter Baumgartner (Harmonicas, Gesang) und Elias Bernet (Piano, Hammond, Gesang) war es ein Heimspiel, stammen doch beide aus dem nahen St.Gallen. Bassist Joel Allison aus England und Bernhard Egger (Schlagzeug) aus Österreich sorgten für Internationalität in der Formation.
Anschliessend gehörte die Bühne „Pat & The Blueschargers“. Gitarrist Pat Lämmle, der ebenfalls in St.Gallen seine Wurzeln hat, spielte mit seiner 4-Mann-Band schnörkellosen Blues/Rock mit abwechslungsreichen Songs. Am Schlagzeug sorgte Aushilfs-Drummer Peter Haas (spielte u.a. schon mit der Hartrockband Krokus), unterstützt von Bassist Jürg Sidler, für das rhythmisch-musikalische Fundament und Keyboarder Christian Roffler zeigte eine geniale Virtuosität.
„Dögz“, eine Schweizer Band, sorgte nachher mit krachendem Blues/Rock für Stimmung vor der Bühne. Vor neun Jahren spielte die Band erstmals im Bogenkeller, damals als Hardcore Bluesband. Philipp Gerber (Guitar und Leadvocals), Brigitte Geiser (Hammond), J.C. Wirth (Bass und Vocals) waren schon damals dabei, während jetzt neu Freddy Steady (Drums & Vocals) zur Band stiess. Auch er hat wie Peter Haas in der Vergangenheit bei „Krokus“ das Schlagzeug bearbeitet. Der bärtige Gitarrist hatte das Publikum dank seiner coolen und wilden Art schnell für sich gewonnen, denn er mischte sich unter die Zuhörer vor der Bühne und liess sie das Geschehen hautnah erleben.
Als Headliner verpflichtete der Bluesclub dieses Jahr die international bekannte Formation „Morblus“ aus Italien mit der afrikanischen Bluessängerin Justina Lee Brown. Die Nigerianerin zählt zu den stärksten weiblichen Bluesstimmen in der Blues & Soul-Szene. „Morblus“ blickt auf eine über zwanzigjährige Bandgeschichte zurück und steht für einen explosiven Sound aus Blues, Soul, Blues/Rock und Rhythm & Blues und hat einen exzellenten Namen in der Szene. Die dreiköpfige Formation um den Sänger und Gitarristen Roberto Morbioli spielte einen einzigartigen Klangmix und riss das Publikum mit.
Für den blues-rockigen Abschluss sorgten die Schweizer von „Chickenhouse“ mit dem Gitarristen Jim Bows aus den USA. Der rohe Blues-Rock Sound, kombiniert mit den Songs von Jim Bows, gibt Chickenhouse ihren urtypischen Ausdruck. Die Live-Shows dieser Formation sind getragen von einer immensen musikalischen Energie und brachten die Zuhörer mit grosser Spielfreude ein letztes Mal an diesem Tag in Tanzlaune und rissen zu Beifallsstürmen hin. Dank dem Mix von hochenergetischem Rock n’ Roll und gefühlvollen Balladen hatte die Band bei drei Auftritten im Bogenkeller eine riesige Fangemeinde im Appenzellerland gewonnen. Sie wurde dem Ruf gerecht, momentan zum Stärksten zu gehören, was auf Livebühnen zu sehen ist. Sticheleien vom „Dögz“-Gitarrist Philipp Gerber gegen „Chickenhouse“-Drummer Fridu Gerber bei seinem Auftritt sorgten für viel Gelächter. Sie waren der Grund, dass er sich zum Abschluss noch zu seinen Freunden auf die Bühne begab und mit Schlagzeuger Fridu Gerber „Frieden“ schloss und in einer gelungenen Session wurde das musikalisch besiegelt.

Ein herzlicher Dank gebührt zum Schluss den vielen Helfern, die für einen reibungslosen und friedlichen Ablauf sorgten und so den Anlass wiederum zu einem gefreuten Event werden liessen. Fotos zu diesem Anlass sind in Kürze auf der Homepage des Bluesclubs zu finden: www.bluesclubbuehler.ch oder im Facebook unter der Gruppe Openair Bluesclub Bühler.     WG