Dynamischer und unverwechselbarer Sound

02.09.2016 Zum Event

Am letzten Freitag sorgte die Bluesband „Black Kat and Kittens“ im Bogenkeller beim Bluesclub Bühler für einen gelungenen Start in die Herbstsaison. „Black Kat and Kittens“ ist zweifellos eine der einzigartigsten Bands der Berliner Bluesszene. Das Berliner Trio vereint Down Home Blues, Gospel, Folk, Soul und afrikanische Klänge zu einem Programm traditioneller Musik und Eigenkompositionen, das die Zuhörer auf eine Reise mitnimmt in eine Zeit, als Musik noch handgemacht war und aus tiefster Seele gespielt wurde. Seit seiner Gründung vor gut zwei Jahren tourt das Trio mit eigenem Material und vielen Blues-Roots-Klassikern durch die Welt. Dabei sprechen die Drei eine gleiche, musikalische Sprache. Das Endprodukt ist wie miterlebt alter, staubiger, traditioneller Blues zum Hören und Tanzen.

Blues ist eine Weltsprache, dies bewies das multinationale Trio im Bogenkeller, und kaum eine andere Band in Deutschland hat dies in letzter Zeit so deutlich gemacht wie „Black Kat and Kittens“. Mit Witz und Charme, aber vor allem mit ihrer ausdrucksstarken Stimme, führte Lorraine Lowe das Publikum durch mehr als hundert Jahren der afroamerikanischen Musikgeschichte. Es braucht nicht mehr als eine Gitarre (“Rasta-Man” Mauro Pandolfino) und eine Mundharmonika, die der Pole Adam Sikora erstklassig spielte, bei einigen Stücken kam auch ein einfaches Schlagzeug zum Einsatz. Dazu gesellte sich die kleine, energiegeladene Lady namens Lorraine Lowe, welche alle Anwesenden vom ersten Ton an absolut überzeugte. Die Band erfreute mit einem unglaublich authentischen Blues’n’Roots-Sound, der einem bei geschlossenen Augen tatsächlich das Gefühl vermittelte, man stehe mitten auf einer Baumwollplantage im Süden der USA, wo die Sklaven seinerzeit den Blues erfanden. Das Ergebnis des Zusammenspiels dieser drei Musiker war ein dynamischer und unverwechselbarer Sound , der von den gutgelaunten Besuchern mit Begeisterung aufgenommen wurde – erst nach drei Zugaben wurde das Trio von der Bühne gelassen. … und schon heute abend spielen sie fast 800 Kilometer weit entfernt in Berlin – ein wahrhaft anstrengendes Musikerleben.