Die „Timo Gross Band“ beim Bluesclub Bühler im Bogenkeller

02.11.2013 Zum Event

Ein Meister der lauten und leisen Töne

Am letzten Freitag gastierte mit Timo Gross einer der zurzeit gefragtesten deutschen Bluesmusiker beim Bluesclub Bühler. Zusammen mit Bassist Chris Gajny und Drummer Sascha Waack sorgte er für ein abwechslungsreiches bluesiges Programm mit Einflüssen aus Rock, Funk und Soul. Nach den gelungenen Ausflügen in Folk- und Country-Rock-Gefilde war dies für den Bluesclub eine starke Rückkehr zurück zu den Blueswurzeln.

Im Gepäck hatte die dreiköpfige Formation die neue CD „Landsmark“, die sie auf einer ausgedehnten Tournee mit dreissig Konzerten dem Publikum in Deutschland und an zwei Gigs in der Schweiz vorstellt. Timo Gross ist seit mehr als 20 Jahren unterwegs und immer wieder erhält er für seine Alben und Liveauftritte sehr gute Kritiken. Er gehört zu den interessantesten und spannendsten Blueskünstlern unserer Zeit und ist aus der deutschen Blueslandschaft nicht wegzudenken. Unter anderem arbeitet er auch als Musikproduzent und viele Nachwuchsbands konnten von seiner Erfahrung profitieren – z.B. entstand die CD der Marius Tilly Band unter seinen Fittichen und sie stellt sie am letzten Gig der diesjährigen Konzertreihe, am 29. November, im Bogenkeller vor.

Gross liess die Zuschauer seine Leidenschaft zum Blues spüren und daran teilhaben. Das obligatorische Bier vor den Auftritten gehörte ebenso dazu wie die Zigararette in der Pause, die durchlöcherte Jeans oder auch die Lederjacke. Seine markante, wie für den Blues geschaffene Stimme, sorgte immer wieder für Gänsehaut-Feeling – vor allem seine unplugged vorgetragenen Lieder gingen unter die Haut. Seine Mitmusiker standen ihm in nichts nach und hatten ein paar Mal die Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen. Gross benutzte seine Gitarren in bunter Reihenfolge, sei dies nun akustisch, bluesig oder rockig und dies stets auf einem sehr hohen Niveau. Seine Geschichten aus dem Alltag brachte er mal laut, dann wieder leise in eigenen Songs unter oder interpretierte sie in Covers seiner Lieblingsmusiker aus dem grossen Fundus der Bluesszene.       WG