Fetzige und kurzweilige Bluesnight

02.10.2015 Zum Event

Am letzten Freitag sorgte die siebenköpfige Band „Tears for Beers“ für eine fetzige und kurzweilige Bluesnight. Neu gehört eine starke Frauenstimme (Madeleine Rascher) dazu und macht das Ganze noch spannender und abwechslungsreicher. Eine erfreulich grosse Zahl eingefleischter Fans und zahlreiche neue Gäste liessen sich den Auftritt der St.Galler Formation nicht entgehen – zwei Zuhörer waren sogar aus Biel angereist, beides Musiker der Band „Sweet November“ und sie schwärmten vom Charme des Bogenkellers von Xaver Wüst.

«Tears for Beers» ist eine St. Galler Band rund um Sänger Bobby Fischer, die ihre Musik mit dem Begriff Gangsta Blues umschreibt. Sie verzichtet auf allzu grosse Effekte und das Schillerndste waren die schwarz-weissen Schuhe des Lead-Sängers. Das Auftreten der Band erinnert an die «Blues Brothers», da sie im Anzug spielen, einige Musiker einen Hut tragen und die Krawatte nicht fehlen darf. Sie spielten verschiedene Musikstile von Funk bis Rock und sie trauten sich auch an ganz grosse Klassiker heran. Der Auftritt lebte von der Natürlichkeit. Die Mischung aus breitem St.Galler Dialekt und Englischem verlieh einen Hauch von Heimatgefühlen und Fernweh zugleich. Das Programm von Tears for Beers erzählt die facettenreiche Geschichte der amerikanischen Populär-Musik: Da ist der urwüchsige Rhythmus und Groove des gospelorientierten Rhythm and Blues, das Melancholische und Freudige des Blues, natürlich der Sex des frühen Rock‘n’Roll, phasenweise der unbeschwerte Geist des Swing sowie eine gehörige Ladung Funk. Eine hochexplosive Mischung und alles wird unverfälscht, also mit einer erstaunlichen Authentizität, rübergebracht. Am Schluss des Abends war das Fazit zu ziehen, dass die sieben Musiker mit ihrem Auftritt für einen kurzweiligen Abend gesorgt hatten und den Zuhörern Lust auf Mehr gemacht haben.